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Imker aus reiner Leidenschaft






Nachricht von: Hallo-Verlag.de - Trudering-Riem, 03.02.2011 14:50



Der Truderinger Hans Formann erhielt für seinen Honig vom Deutschen Imkerbund die Goldmedaille. Foto oben: privat
Der Truderinger Hans Formann (72) ist Imker aus Leidenschaft und das seit 25 Jahren. Für seinen Honig erhielt Formann im vergangenen Jahr vom Deutschen Imkerbund die Goldmedaille für hervorragende Leistungen, zuvor war er schon mit Silbermedaillen ausgezeichnet worden.

Dass er einmal Imker werden wollte, wusste Hans Formann schon als kleiner Bub von acht Jahren.
"In der Volksschule haben wir einen Film über Bienen angeschaut, ein Imker erklärte das. Ich war total fasziniert und dachte, das fange ich selbst an, wenn ich groß bin!"

Inzwischen ist Hans Formann 72 und ein wenig länger als bis zum Erwachsenwerden hat es gedauert, ehe er sich den Traum von den eigenen Bienenstöcken erfüllte. 
Der Malereibetrieb in Trudering, den Formann 50 Jahre lang betrieb, ließ wenig Zeit, über die Imkerei nachzudenken. Als Kirchenmaler und Restaurator war Hans Formann in ganz Europa unterwegs, den Traum von den eigenen Bienenstöcken aber gab er niemals auf. Vor 25 Jahren dann wagte er den Schritt und begann mit sechs Völkern die Imkerei. Sein Freund und Imkervater Erich Kerst, bei dessen Fischwasser in Kirchseeon Hans Formann oft draußen war, gab die Initialzündung. "Warum fängst du nicht an, hat er mich gefragt. Da stand ein alter Bauwagen draußen, damit fing ich an", erinnert sich Formann. Am Anfang waren es sechs Bienenstöcke.

Der Onkel aus der Oberpfalz, selbst Imker, steuerte die ersten sechs Stöcke bei. "Damals bin ich am Samstag immer zwei Stunden zu den Bienen rausgefahren. Die Imkerei kann schon ein Virus sein!", sagt Hans Formann. Für ihn ist sie Leidenschaft, die ihn dorthin führt, wo er am liebsten ist - in die Natur. Im Ebersberger Forst und im Kirchseeoner Moos stehen inzwischen die 35 Bienenstöcke des Rentners, deren Bewohner Hans Formann alljährlich bis zu einer Tonne feinsten und reinsten Honigs bescheren. Da draußen meint Formann, ist die Welt aus Bienensicht noch in Ordnung. Heutzutage haben es die fleißigen Sammlerinsekten nämlich nicht leicht. Umwelt und Landschaft hätten sich verändert und das schlimmste für die Bienen sei: "Es gibt keine Wiesen mehr! Sogar der Löwenzahn hat sich auf das häufige Mähen umgestellt, die Blüten haben oft keinen Stiel mehr.

Ein Umdenken wäre nötig, wenigstens einen Randstreifen sollten die Landwirte stehen lassen", sagt Formann. Ohne Blüten gibt's keinen Honig, weshalb die Feldimker nach seiner Beobachtung schon "im Juni einpacken können". Im Ebersberger Forst und im Kirchseeoner Moos ist das anders, dort finden die Bienen auch im Spätsommer noch genug Blüten, um reiche Honigausbeute zu sichern. Wildkirsche, Himbeere, Wildsträucher, verschiedenste Blumen, Kiefer, Fichte, Weide, Eiche und andere Gehölze bieten reiche Auswahl. Pollen von all diesen Pflanzen und von vielen weiteren wurde in einer Analyse des Honigs vom vergangenen Jahr gefunden. Und, was Hans Formann besonders freut und stolz macht:

Sein Honig ist von bester Qualität! So prangt auf den Gläsern mit dem edlen Produkt das Bayerische Prüfsiegel Standard I, was die höchste Auszeichnung ist. Der Deutsche Imkerbund hat Hans Formann 2010 die Goldmedaille für hervorragende Leistungen verliehen. Das alles bescheren die Bienen dem Menschen.

In seinem "Imkerstüberl" im Garten des Truderinger Wohnhauses hat Formann aufgebaut, was die Bienen dem Menschen liefern: Flüssigen und cremigen Honig, Blütenpollen, Gelée Royal, Propolis und Met. In einer anderen Ecke des Formann-Gartens stehen ein paar Kästen. "Da sind die Rennpferde fürs nächste Jahr drin", sagt der Imker. "Ableger" hat Formann von den Völkern gemacht, damit neue Stöcke heranwachsen.

Die bittere Kälte macht den Bienen nichts aus. Sie schützen sich in der "Wintertraube", in der stets eine Temperatur von 20 bis 22 Grad herrscht. Die aufgewärmten Bienen im Inneren des Knäuels wandern an den Rand der Traube und machen ausgekühlten Artgenossen Platz. Nur wenn es zu früh warm wird, kommt dieser Rhythmus aus dem Gleichgewicht. "Dann legt die Königin Eier, es muss dann immer 35 Grad warm bleiben im Stock", so Formann. Wenn die Temperaturen nochmals auf strenge Minusgrade sinken kann es sein, dass die Bienen die 35 Grad nicht halten können.

Zur Buga 
Hans Formann hat auch beobachtet, wohin im Frühjahr die kleinen Völker aus seinem Truderinger Garten schwärmen, um Nahrung zu sammeln. "Sie fliegen zur Buga, da finden sie ausreichend Pollen", sagt Formann. Die blühenden Wiesen im Riemer Park erfreuen somit nicht nur die Spaziergänger, sie sichern den Bienen auch die Nahrungsquelle. Wichtig ist das kleine Insekt nicht nur wegen der Honigproduktion, sein Weg von Blüte zu Blüte sorgt für die Bestäubung derselben und somit für den Artbestand. 

Das, so meint Hans Formann, dürfe man nicht vergessen. Honig und andere Produkte bietet der Imker häufig an einem Stand vor dem Dehner-Markt an.  Einen Tag der offenen Tür plant Hans Formann im Frühsommer 2011. HALLO wird den Termin rechtzeitig bekannt geben. - GM -






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